Pfarrgemeinderatsklausur 2018

 

Neustart in der Pfarreiengemeinschaft

 

Was in vielen anderen Gemeinden schon lange Alltag ist, trat Anfang Oktober in Weißenhorn nun auch in Kraft – die Pfarreiengemeinschaft.

Zu den bisher betreuten Pfarreien Oberhausen, den Filialkirchen Emershofen und Grafertshofen kamen zur Stadtpfarrei Mariä Himmelfahrt nun auch die Gemeinden Attenhofen, Bubenhausen und Hegelhofen dazu.

Durch die rückläufigen Priesterzahlen musste die gewohnte Struktur nun auch in Weißenhorn verändert werden und die Seelsorgeeinheit in Form des Zusammenschlusses der benachbarten Pfarreien gebildet werden. Diese Pfarreien bleiben jedoch rechtlich selbständig, unterliegen aber nun einem gemeinsamen Pfarrer,  welcher auch die Gesamtverantwortung und –leitung hat.

Das bedeutet nun für den Stadtpfarrer Lothar Hartmann und auch für die Gemeinden eine riesige Herausforderung. Sieben Gemeinden mit Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen gerecht zu werden, ist für die Zukunft in dem bisherigen Umfang nicht mehr zu leisten. Die Referentin für Gemeindeentwicklung Barbara Ruess lud deshalb alle Mitarbeiter, Priester, Pfarrgemeinderäte und Kirchenpfleger der neuen PG am Wochenende zu einer großen Klausur ein, um sich diesem Neuanfang zu stellen.

Unter dem Motto ‚Zusammen-Wachsen‘ wurden verschiedene Ängste und Sorgen der einzelnen Gemeinden angesprochen, Chancen und gleiche Interessen erkannt und Wege gesucht, die gemeinsam gefundenen Ziele umzusetzen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass diese PG nicht nur ein Loslassen alter Strukturen bedeutet, sondern auch viel Gutes mit sich bringt. So hat jede Gemeinde verschiedene Gruppierungen, die in einer anderen Pfarrei vielleicht fehlen. Von dieser großen Vielfalt können alle profitieren. Um ‚Zusammen-zu-Wachsen‘ ist geplant, die verschiedenen Kirchen kennenzulernen, im kommenden Jahr eine Sternwallfahrt durchzuführen und eine gemeinsame Bergmesse zu feiern. Für Familiengottesdienste sollen die entsprechenden Gremien mehr vernetzt und eine Gottesdienstbörse erstellt werden. Die PG soll auch einen gemeinsamen Pfarrbrief bekommen, um zu sehen, was in der Gemeinde ‚nebenan‘ passiert. Auch soll die Homepage neu erstellt werden.

Wichtig für die Pfarrsekretärinnen ist eine zeitige Meldung der Angebote/Messen ans Pfarrbüro, damit diese entsprechend im Stadtanzeiger veröffentlicht werden können (2 Wochen vorher). Derzeit erhält Stadtpfarrer Hartmann noch Unterstützung von Pfarrer Waldemar Obrebski, sowie den Priestern Otto Lutz und Daniel Rietzler. Diakon Wolfgang Seitz, Gemeindereferentin Uta Kohler sowie Petra Fröhler als pastorale Mitarbeiterin stehen ebenfalls mit begrenzter Stundenzahl im Dienst der Gemeinde und übernehmen die ihnen zugeteilten Aufgaben.

Während der Übergangszeit werden in einem Koordinationsteam (bestehend aus den PGR-Vorsitzenden, Kirchenpflegern, dem Pfarrer und Frau Ruess) die Gottesdienstordnung und Umstrukturierungsmaßnahmen besprochen, sowie die Aktivitäten der einzelnen Pfarreien koordiniert.

Für  Regelungen, die alle Mitgliedspfarreien betreffen, wird für die Zukunft ein Pastoralrat errichtet; dieser hat die Aufgabe der Wahrung und Stärkung des kirchlichen Lebens und des Zusammenhalts der Pfarreiengemeinschaft. In allen Gemeinden bleiben der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung bestehen. Diese Gremien haben nach wie vor ihre Aufgaben in und für die einzelnen Pfarrgemeinden.

Eine erste Änderung tritt ab Dezember schon in Kraft: Die Abendmessen finden nun immer um 18.30 Uhr statt. Wir wollen mit der Einstellung „Frühling statt Winter“ diesen neuen Weg gehen und dabei den Blick auf unseren christlichen Glauben und das Gebet richten. Es gibt so viele Talente und Angebote in den Pfarreien; wir haben nun die Möglichkeit diese Vielfalt zu nutzen, können Neues wagen, müssen aber auch Verständnis zeigen für nicht mehr Umsetzbares ---

ein erster Schritt für uns alle!